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Wenn die Tanz-Connection das Herz zerreißt – und wie du bei dir bleibst

Immer wieder diskutieren wir im Dancing Queens Team ganz spezielle Connections. Es passiert vielen von uns, vor allem in der Bachata-, Kizomba- oder Zouk-Szene: Du tanzt mit jemandem, und plötzlich ist da diese unglaubliche Connection. Drei Minuten fühlen sich an wie drei Stunden oder werden zu deutlich mehr als 1 bis 3 Liedern, die Welt verschwindet, nur ihr beide bleibt. Kreativität entsteht, mir war gar nicht bewusst, dass ich so tanzen kann. Inspiration pur und das Herz öffnet sich. Diese intensive Verbindung macht süchtig, denn oft passiert sie nicht. Mein einziger Gedanke: Zeit, bitte bleibt still stehen. Lass mich nicht los, wenn das Lied beendet ist und tanze noch eins.  Ungern gebe ich zu: Viel zu häufig habe ich im Kopf schon begonnen, die andere Person zu idealisieren, mir vorzustellen, was wäre, wenn es ja noch weiter ginge: «Das ist die Liebe, die ich gesucht habe». 


Genau so schnell, wie das Gefühl kam, ist es wieder weg: Er oder Sie drückt mich, bedankt sich und auf zur nächsten. Oder er verabschiedet sich mit den Sätzen «Ich muss unbedingt was trinken» oder «Ich muss rauchen».

So verschwindet er/sie aus deinem Blickfeld. Für dich oder zumindest für mich fühlt es sich an, als würde dir das Herz herausgerissen. Komische Eifersuchtsgefühle kommen auf, wenn diese Person mit einer/einem anderen die gleiche Connection erlebt oder es zumindest so aussieht – ich erwische mich, wie ich beobachte, wo diese Person tanzt. Innerlich sage ich mir: Geht es eigentlich noch? Zurück in die Realität – öfters habe ich mich gefragt: Warum passiert sowas? 

Ich möchte dir zeigen: Du bist nicht die Einzige, der das passiert. Und vor allem: Du kannst lernen, die Magie zu genießen, ohne dich in den Abgründen danach zu verlieren.

Warum diese Verbindungen so intensiv sind

  • Tanzblase: Auf der Tanzfläche verschmelzen Körper, Atem und Musik. Hormone wie Dopamin und Oxytocin machen uns „high“.
  • Energetische Resonanz: Manche Menschen wirken wie ein Seelenmagnet – egal, wie oft man sich trennt, man findet sich wieder.
  • Spiegelung: Oft bringt uns der andere mit seiner Energie in Kontakt mit Teilen von uns selbst, die wir lange nicht gespürt haben – Freiheit, Leidenschaft und Kreativität.

Kein Wunder also, dass wir nach solchen Begegnungen gleichzeitig wie auf Wolken und völlig ausgelaugt sind.

Warum er/sie „einfach abhaut“ und nicht ewig weiter tanzt

  • Überforderung: Auch dein Gegenüber spürt die Intensität – und manchmal ist das mehr, als eine Person halten kann.
  • Abgrenzung: Viele Tänzer:innen leben die Connection bewusst nur im Tanz. Für sie ist es ein „heiliges Spielfeld“, aber kein Alltagsversprechen.
  • Innere Konflikte: Kultur, Werte oder eigene Ängste machen es manchen unmöglich, diese Tiefe dauerhaft auszuhalten.
  • Vergebenes Herz: Vielleicht ist sein/ihr Herz innerlich bereits an jemand anderen vergeben – auch wenn es im Tanz kurz anders wirkt.


Das Wichtigste: Der Rückzug ist kein Beweis, dass du dir etwas eingebildet hast. Die Magie war real – aber nicht jeder kann sie tragen.

Wie du dein Herz schützt – ohne es zu verschließen

1. Erwartung vs. Realität unterscheiden

Frage dich: Will ich nur die Magie des Moments, oder wünsche ich mir auch Verbindlichkeit? Beides ist legitim – aber Klarheit schützt vor Schmerz. Verbindlichkeit findest du selten direkt auf der Tanzfläche. 

2. Nach dem Tanz zu dir zurückkehren

Lege die Hand auf dein Herz, atme tief und sag dir:„Ich komme zurück zu mir. Meine Energie gehört mir.“ So holst du dich aus der Verschmelzung wieder ins eigene Zentrum.

3. Körperliche Mini-Techniken Herz-Drum-Beat:
  • Herz-Drum-Beat: Sanft im Herzrhythmus auf die Brust klopfen.
  • Shake it off: Den ganzen Körper ausschütteln, überschüssige Energie loslassen.
  • Grounding-Step: Mit beiden Füßen bewusst aufstampfen – spür die Erde unter dir.
4. Ein Mini-Ritual (2–3 Minuten) nach Begegnungen:
  • Atmen: 3 tiefe Atemzüge direkt ins Herz.
  • Zurückholen: Stell dir ein goldenes Band vor, über das du deine Energie zurückziehst.
  • Schließen: Hände aufs Herz legen und fühlen, wie dein Herzraum sich wieder stabilisiert.

Zwischen Magie und Realität: Bewusst fühlen beim Tanzen

Achtung: Dieser Text ist aus unseren eigenen Gedanken und Gefühlen im Dancing Queens Team entstanden – aus Gesprächen mit uns, aber auch mit Kund:innen, Freund:innen etc. Uns ist wichtig, eines klarzusagen:

Jedes Gefühl auf der Tanzfläche ist okay.

Wichtig ist nur, dass du deine Gefühle nicht auf andere projizierst oder sie ihnen „überstülpst“. Und dass du dir bewusst bist: Nicht jedes deiner Gefühle wird von deinem Gegenüber gleich gespiegelt. Sei ehrlich mit deinem Umfeld – und mit dir selbst. Geniesse die Connections, denn es gibt kaum etwas Schöneres. Aber achte auch gut auf deine Gefühlswelt und schau, dass du das tust, was dir wirklich guttut.

Schlussgedanke

Es ist ein Geschenk, so tief fühlen zu können. Ganz viele Menschen erleben dies vermutlich nie im Leben. Die Frage ist nicht, ob du „zu viel“ bist – sondern wie du lernst, bei dir zu bleiben, auch wenn andere gehen.


So verwandelst du jede Begegnung – egal ob drei Minuten oder drei Tage – in etwas, das dich stärkt, statt dich zu zerreißen.


Denn am Ende gilt: Die schönste Connection ist die zu dir selbst. 💜

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